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Spezifische Lernstörungen
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23 September 2025, 17:30

Spezifische Lernstörungen

Spezifische Lernstörungen sind neurologische Entwicklungsstörungen, die auf Unterschiede in der Funktionsweise des Gehirns zurückzuführen sind.
Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass das Gehirn Informationen anders verarbeitet als bei den meisten Menschen.
Kinder mit Lernstörungen besitzen eine normale oder überdurchschnittliche Intelligenz, haben jedoch Schwierigkeiten in bestimmten Lernbereichen wie Lesen, Schreiben oder Mathematik.

Der Lernprozess besteht aus mehreren Schritten: Wahrnehmung, Verarbeitung, Verstehen, Organisation und Abruf von Informationen. Eine Störung in einem dieser Schritte kann zu Lernschwierigkeiten führen.

Arten von Lernstörungen

Lesestörung – Dyslexie
Dyslexie ist eine Störung der Sprachentwicklung, bei der das Kind Schwierigkeiten hat, die Beziehung zwischen Lauten und Symbolen herzustellen und geschriebene Wörter zu lesen.

Schreibstörung – Dysgraphie
Dysgraphie äußert sich durch Probleme beim Schreiben von Buchstaben, die durch Störungen der visuellen Wahrnehmung und der Hand-Auge-Koordination verursacht werden.

Rechenstörung – Dyskalkulie
Dyskalkulie ist eine Schwierigkeit, einfache oder komplexe mathematische Konzepte zu verstehen und arithmetische Aufgaben zu lösen.

Visuell–auditive Wahrnehmungsstörung
Obwohl das Kind normal sieht und hört, hat es Schwierigkeiten, visuelle Informationen zu interpretieren und komplexe sprachliche Strukturen zu verstehen.

Nicht-verbale Lernstörung (NLD)
NLD ist mit Funktionsstörungen der rechten Gehirnhälfte verbunden und führt zu Problemen bei der räumlichen Orientierung und sozialen Kommunikation.

Häufigkeit

Studien zeigen, dass etwa 6 % der Bevölkerung an einer Lernstörung leiden. In den USA und Europa liegt diese Zahl bei rund 15 %, was darauf hinweist, dass das Problem häufig unerkannt bleibt. Das Bewusstsein und Wissen der Lehrkräfte ist hierbei von großer Bedeutung.

Lernstörungen im Vorschulalter

Lernstörungen können sich bereits im frühen Kindesalter zeigen. Wenn Eltern diese Anzeichen frühzeitig erkennen, können sie dem Kind helfen, spätere Schwierigkeiten in der Schule zu vermeiden.

Frühe Anzeichen:
– Verzögerung beim Gehen oder Krabbeln
– Schwierigkeiten bei der Bewegungskoordination
– Verzögerung in der Feinmotorik
– Späte Festlegung der dominanten Hand
– Sprachverzögerung und Artikulationsprobleme
– Schwierigkeiten beim Erlernen von Farben, Formen und Zahlen
– Probleme, Regeln und Routinen zu befolgen
– Schwierigkeiten beim Aufbau von Freundschaften
– Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität

Schwierigkeiten im Schulalter

– Probleme beim Verknüpfen von Lauten und Symbolen
– Langsames Lesen und Schwierigkeiten beim Textverständnis
– Rückwärtslesen („Katze“ statt „Zake“)
– Schwierigkeiten mit Silben, Wörtern und Absätzen
– Unleserliche Handschrift
– Häufige Rechtschreibfehler
– Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Begriffe
– Probleme mit dem Zeitverständnis
– Konzentrationsschwierigkeiten

Therapie und Unterstützung

Früherkennung ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine umfassende Beurteilung hilft, die Stärken des Kindes zu identifizieren und gezielt zu fördern. Eltern und Lehrer sollten die positiven Eigenschaften des Kindes betonen, es regelmäßig loben und kontinuierlich unterstützen, um Selbstvertrauen und Motivation zu stärken.